• Stefan Eder

Dein Winterurlaub in Saalbach auf Pinzgaurisch

Beeindrucke deine Freunde mit einer neuen Fremdsprache


Was wäre ein Urlaub in Saalbach, inmitten des wunderschönen Salzburger Landes, umgeben von einem wahren Winterwunderland, ohne den musikalischen Klang des pinzgauerischen Dialekts? Irgendwas würde wohl fehlen, findest du nicht auch?!


Nütze die Zeit zu Hause und bereite dich mit mir auf deinen nächsten Winterurlaub in Saalbach vor. Die nachstehend angeführten und äußerst hilfreichen Vokabeln werden Eindruck bei deinen Freunden schaffen, wenn du das erste Mal etwas auf pinzgauerisch bestellst oder jemanden begrüßt. Es heißt doch immer, am leichtesten lernt man eine neue Sprache, wenn man sie in natürlicher Umgebung trainiert. Daher werde ich versuchen den Pinzgauer Dialekt ganz natürlich in den Text einzubauen, damit du ihn bereits beim Lesen in dein Vokabular aufnehmen kannst. Das Beste an unserem Dialekt ist nämlich, dass man alle Wörter genauso ausspricht, wie man sie schreibt. Für deine ersten Versuche und zum besseren Verständnis habe ich alle Ausdrücke auf pinzgauerisch gekennzeichnet und die dazugehörige Übersetzung daneben in Klammern gesetzt. Zu Beginn darfst du noch etwas schummeln und die Übersetzungen verwenden, doch versuche so bald wie möglich die Begriffe laut auszusprechen. Glaub mir, das ist ein wahrer Stimmungs-Booster für dich und deine Liebsten


Bist du bereit für deinen Pinzgauerisch-Unterricht? Dann lass uns beginnen und dich „ins koide Wossa schmeißn“ (ins kalte Wasser schmeißen).


Dein Winterurlaub im Winterwunderland auf pinzgauerisch | der Zirmhof
Winterwunderland in Saalbach | der Zirmhof

Der Winterurlaub kann kommen und mit ihm die Freude „auf an nowi Schnee“ (auf einen großartigen Schnee). Mit etwas „Raim“ (Glück) erwartet dich weder „a Moitn“ (ein nasser Schnee) noch die „Gfoa fo ana Laa“ (die Gefahr einer Lawine).


Hoffentlich hast du alles eingepackt. Damit deine „Ehleng nid gfriasn“ (deine Ohren nicht frieren) eine Mütze und einen wärmenden „Roock“ (Jacke) gegen den kühlen Wind, der bei uns in den Bergen „blost“ (weht). Es wird Zeit deine „Haxn“ (Beine) aufzuwärmen, damit du bereit bist für die Piste.


Aufi geht’s auf den Berg, mit dem SchattbergXpress in Saalbach, um gleich ein paar „Bogal zu foan“ (Schwünge zu fahren). Dabei solltest du jedoch „nid auschauscheich“ (schwindelfrei) sein, denn du schwebst doch einige Meter über den Boden und über mehrere riesige „Bam“ (Bäume).


Hast du besonders viel „Schneid“ (Mut) kannst du dich an der schwarzen Piste versuchen, oder „schlodan“ (zittern) deine Knie bereits bei dem Gedanken daran? Oder aber spürst du eine Ehrfurcht in dir, dass es dich „zbledan“ (schmeißen) könnte. Am ersten Tag gleich die schwarze Piste zu erobern ist vielleicht etwas übermütig und würde so manchen „ochezn“ (stöhnen) lassen. „Oanawegst“ (Na gut) dann gehen wir es eben etwas ruhiger an und suchen die nächste „Hittn“ (Hütte) auf.


Ein nettes „Grias di“ (Hallo) wird dir viele Türen öffnen, da es sich um eine freundliche Begrüßung handelt. Bist du besonders „dischteg“ (durstig) und freust du dich auf den Einkehrschwung in eine „Oimhittn“ (Almhütte), solltest du die Bestellung deines Jagatees unbedingt mit einem „bit’sche“ (Bitte) abschließen, denn wir Einheimischen lieben diese Form der Höflichkeit. Das macht die Stimmung gleich „wiatig“ (lustig) und vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, dass du jemanden zum „aichebleamen“ (flirten) findest. In unserer Gegend tummeln sich nämlich zahlreiche Berglöwen und Skihaserl in den verschiedensten Lebensphasen.


Oder bevorzugst du eher einen „Bocka“ (Schlitten) um über die „Schneeridl“ (Schneehaufen) zu düsen. Wie gut, dass du gleich neben unserem Haus deinen Spaß im Schnee haben kannst. So ein Schneetag ist erst zu Ende, wenn alle Beteiligten „patschnos“ (durchnässt) sind und ihre „Nos‘n“ (Nase) rot leuchtet. An diesen herrlichen Wintertagen könnte man sogar Rudolph Konkurrenz machen. Sobald deine Nase knallrot leuchtet, hilft nur eine heiße Schokolade in deinem warmen Apartment. Wohnst du jedoch in Zirm 2 oder Zirm 3 hast du den Jackpot geknackt, denn hier können jegliche Heißgetränke über die Terrasse ausgegeben werden und der Schneespaß voller Energie und Freude weiter gehen.


Und so schließen wir unseren heutigen Zirm-Blog mit einem herzlichen „donk’sche“ (Danke) fürs Lesen und viel Spaß beim Pinzgauerisch üben.


Euer Stefan


P.S.: Wenn du bis ganz zum Schluss durchgehalten hast und dir etwas auf pinzgauerisch im Gedächntis geblieben ist, gehört das natürlich belohnt. Zeig Monika oder mir dein Können in der Rezeption und erhalte dafür eine pinzgauerische Überraschung.

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